Der Return on Investment (ROI) ist eine zentrale Kennzahl, die den tatsächlichen Ertrag Ihrer Immobilieninvestition in Relation zum eingesetzten Eigenkapital misst. Im Gegensatz zur Mietrendite berücksichtigt der ROI den Hebeleffekt der Fremdfinanzierung und gibt Ihnen ein realistisches Bild der Kapitalverzinsung.
So nutzen Sie diesen Rechner
Der ROI-Rechner verbindet Kaufpreis, Nebenkosten und Finanzierungsstruktur zu einer aussagekräftigen Renditekennzahl. Gehen Sie wie folgt vor:
- Schritt 1: Geben Sie den Kaufpreis der Immobilie ein.
- Schritt 2: Tragen Sie die Kaufnebenkosten ein (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, ggf. Makler). Nutzen Sie unseren Nebenkosten-Rechner für eine genaue Ermittlung.
- Schritt 3: Geben Sie Ihr eingesetztes Eigenkapital (Peşinat) ein.
- Schritt 4: Tragen Sie den erwarteten jährlichen Nettoertrag ein, also Mieteinnahmen abzüglich aller Kosten und Kreditraten.
Ergebnisse verstehen
Die ROI-Berechnung zeigt Ihnen die Effizienz Ihres Kapitaleinsatzes:
- Gesamtes investiertes Kapital: Die Summe aus Eigenkapital und Kaufnebenkosten, die Sie tatsächlich aus eigener Tasche bezahlen müssen.
- Cash-on-Cash-Rendite: Das Verhältnis des jährlichen Nettoertrags zum tatsächlich investierten Eigenkapital in Prozent. Dies ist die aussagekräftigste Kennzahl für Ihre Kapitalverzinsung.
- Gesamtkosten der Immobilie: Kaufpreis plus sämtliche Nebenkosten, die den Gesamtwert der Transaktion darstellen.
- Darlehensbetrag: Die Differenz zwischen Gesamtkosten und Eigenkapital, die über eine Bankfinanzierung abgedeckt wird.
Warum der ROI für Investoren wichtig ist
Der ROI offenbart die wahre Kraft des Leverage-Effekts bei Immobilieninvestitionen. Durch die Kombination von Eigen- und Fremdkapital können Investoren eine deutlich höhere Rendite auf ihr eingesetztes Kapital erzielen, als es die reine Mietrendite vermuten lässt. Ein Beispiel: Bei einer Immobilie mit 4 % Bruttomietrendite und einer 80-%-Finanzierung kann die Cash-on-Cash-Rendite je nach Zinsniveau bei 8-12 % oder höher liegen. Allerdings wirkt der Hebel auch umgekehrt, wenn die Mieteinnahmen die Kosten nicht decken. Daher ist es entscheidend, verschiedene Finanzierungsszenarien durchzurechnen und Puffer einzuplanen. Ein positiver ROI allein reicht nicht aus; erfahrene Investoren achten darauf, dass auch bei konservativen Annahmen wie höherem Leerstand oder gestiegenen Zinsen die Investition noch tragfähig bleibt.
Tipps
- •Vergessen Sie nicht, die Kaufnebenkosten vollständig in Ihre ROI-Berechnung einzubeziehen. Diese betragen je nach Bundesland zwischen 7 % und 12 % des Kaufpreises.
- •Berechnen Sie den ROI mit verschiedenen Eigenkapitalquoten, um den optimalen Hebel für Ihre Risikotoleranz zu finden.
- •Berücksichtigen Sie bei der Ermittlung des jährlichen Nettoertrags auch nicht umlegbare Kosten wie Verwaltung, Instandhaltungsrücklage und Mietausfallrisiko.